Jenny Beyer
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Sweet and Tender Collaborations
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critic on "ALL", Hamburger Abendblatt, 19 April 2013
radiocritic on HAUT, NDR 90,3, 8 May 2012
portrait, Tanzplattform Dresden program book, February 2012
critic "WALZ'R", Hamburger Abendblatt, 14 April 2011
critic "III", tanz, edition August/September, 2010
portrait, Tanzplattform Nürnberg program book, February 2010
critic "Tableau Doublé", ballettanz,Team Yearbook, 2008
critic "III", Falter Vienna August, 2010
Video
critic on "DUETT", Hamburg Tourismus Blog, 2 May 2014
radio features on "DUETT", NDR 90,3, NDR Kultur April 2014
Hamburg Tourismus Blog, 2 May 2014, die Henne und das Ei
Im neuen Stück der Hamburger Choreografin Jenny Beyer geht es um das intime, ambivalente und vielschichtige Verhältnis von Musik und Tanz und um sein Henne Ei-Problem.
Bildet Musik die Grundlage für Tanz oder gibt der Tanz der Musik eine Daseinsberechtigung? Im Duett sind normalerweise beide Stimmen gleichberechtigt. Musikalische Grundlage der drei Tanzsoli von Chris Leuenberger, Jenny Beyer und Nina Wollny sind Klavierwerke des polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Zuerst zeigt uns Chris Leuenberger eine Interpretation des E-Moll-Préludes. Hierbei beginnt er mit sich wiederholenden Bewegungen, ganz akkurat und scharf angelehnt an den Melodie- und Rhythmusverlauf des Klavierstückes.
Darauf folgt ein expressiverer Teil, in dem Musik und Tanz sich permanent bedingen. Durch die Bewegungen bekommt der Zuschauer einen anderen Zugang zum Stück und sieht gleichzeitig den Tänzer, wie er durch seinen Körper das Gehörte aufnimmt und in eine andere Kunstform überträgt. Das Gehörte verändert sich durch das Gesehene und anders herum. Eine weitere Deutung findet durch laut hörbare Atmung und Zisch-Laute des Tänzers statt. Ebenso intensiv wie bei den vorherigen großen Bewegungen, entsteht auch bei diesem intimen ruhigen Teil wieder eine andere Wahrnehmung des Werkes.

Im zweiten Solo nimmt Jenny Beyer am Mikrophon die langsame Entwicklung von Atmung, über Summen bis hin zu kleinen Phrasen aus dem bekannten Regentropfen-Prélude vor. Wenige Bewegungen begleiten ihre Töne. In der anschließenden Vertanzung begegnet sie mit filigranen, teils isolierten Bewegungen den Klavierklängen.

Im dritten Teil sehen wir Nina Wollny in einer sinnlichen Darstellung eines weiteren Klavierwerks von Chopin. Besonders die Verschiedenartigkeit der drei Perfomer macht das Tanz-Musik-Spiel so reizvoll.
Wie aus Bewegungen Klänge werden, zeigen uns die drei Tänzer mit einem Teil, der ohne Musik aus den Boxen läuft. Durch bestimmte Bewegungen, den teils quietschenden Boden und die stoßartige Atmung der Tänzer entstehen Rhythmen, entsteht Musik. Hier wird Ton aus Tanz geboren. Wir als Zuschauer erleben ein weiteres Zusammentreffen an diesem Abend, nämlich das zwischen Ballett und zeitgenössischem Tanz. Ihre Verbindung führt zu wunderschönen, runden sehr ästhetischen Formen, die es in der Choreographie schaffen, permanente Aufmerksamkeit beim Publikum zu erregen und einen runden Spannungsbogen erzeugen.
Um auf die Frage am Anfang zurückzukommen: An Abenden wie diesen kann man nur dankbar sein, dass es beide Künste gibt und man sie ineinander verwoben genießen kann.

Pauline, Kulturredaktion
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portrait, Tanzplattform Hamburg program book, February 2014
OPEN STUDIOS
critic, "LIEBE", Hamburger Abendblatt, May 2015
portrait, Badische Zeitung, 17. November 2016